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Vergangenen Mittwoch war es wieder soweit, wir trafen uns am Rheinland Raceway zum 2. Renntag im BEO Cup. Daniel musste leider aus gesundheitlichen Gründen passen, so dass nur Denis, Markus und Michael die Regler kreuzten.

Wir starteten mit den Mercedes-AMG SLS. Direkt vor dem Rennen setzte Michael im Qualifying die Bestzeit und sicherte sich die Pole Position. Denis und Markus folgten dicht dahinter — die Abstände betrugen weniger als zwei Zehntelsekunden, ein Vorzeichen für das, was kurz darauf folgen sollte.





Vom Start weg dreht Denis die Verhältnisse aus dem Qualifying um und übernimmt die Führung vom Pole-Setter Michael. Das Trio fährt eng zusammen, die Abstände bleiben konstant gering. Denis führt, Michael folgt, Markus lauert — so geht es durch die erste Rennhälfte.Beim ersten Stopp handeln Denis und Markus blitzschnell: Beide rollen in Runde 26 gleichzeitig an die Box, Michael kommt eine Runde später. Die Reihenfolge bleibt danach unverändert — Denis führt, Michael folgt, Markus auf Platz drei.
Beim zweiten Stopp kommt Bewegung ins Spiel. Markus geht als Erster rein (Runde 49). Als Denis in Runde 50 an die Box kommt, übernimmt Michael kurzzeitig die Führung — doch er fährt noch zwei weitere Runden ohne Stopp. In Runde 52 muss auch er tanken, und Denis, der längst wieder draußen ist, übernimmt endgültig Platz eins. Der frühere Stopp von Denis erweist sich als die bessere Strategie: Michael kommt zwar mit frischem Kraftstoff zurück, hat aber zu viel Rückstand aufgebaut.
In den letzten zehn Runden arbeitet sich Michael Runde für Runde heran und stellt in Runde 67 mit 9,798 Sekunden die schnellste Runde des gesamten Rennens auf. Doch Denis bleibt kühlen Kopfs, fährt fehlerlos und überquert die Ziellinie 0,273 Sekunden vor Michael. Markus komplettiert das Podium mit rund 5 Sekunden Rückstand.





Die schnellste Runde ging an Michael mit einer 9,798s. Dies führt zu folgendem Zwischenstand:




Weiter ging es wie immer mit der DTM.

Markus setzt im Qualifying die Bestzeit und sichert sich die Pole Position — hauchdünn vor Michael, der nur 0,028 Sekunden langsamer ist. Denis liegt mit 10,295 Sekunden etwas weiter zurück und startet von Platz 3.





Markus nutzt die Pole konsequent und gibt die Führung nicht mehr ab. Sein Lamborghini ist an diesem Abend schlicht das schnellste Auto. Michael und Denis kassieren jeweils zwei Boxengassenstrafen, die den Rückstand weiter vergrößern — aber auch ohne sie wäre der Sieg von Markus kaum gefährdet gewesen.
Interessanter ist der Kampf um Platz 2: Michael führt vor Denis die meiste Zeit um rund 5–15 Sekunden, doch um Runde 80 — nach beider Strafabsitzen — schmilzt der Vorsprung auf knappe 2–3 Sekunden zusammen. Denis kommt kurz gefährlich nah heran, kann den Druck aber nicht in eine Überholung ummünzen. Danach baut Michael den Abstand wieder aus und sichert sich Platz 2 mit einem finalen Vorsprung von rund 16 Sekunden.

Die schnellste Runde des Laufs geht mit 9,776 s an Markus — Michael fehlen nur elf Tausendstelsekunden auf seinen eigenen Bestwert von 9,787 s. Denis' schnellste Runde bleibt mit 10,007 s bereits über der Zehnsekunden-Marke.





Die Startaufstellung für Lauf 2 ist der umgekehrte Zieleinlauf aus Lauf 1: Denis, der Dritte, startet von der Pole. Michael behält seinen Startplatz in der Mitte. Markus, als Sieger von Lauf 1, muss von ganz hinten losfahren. Denis nutzt seine Pole und übernimmt die Führung. Doch Markus arbeitet sich von der letzten Position unaufhaltsam nach vorne — Runde für Runde, Stopp für Stopp. Auch eine Boxengassenstrafe in Runde 65 bremst ihn nur kurz. Am Ende setzt er sich durch und gewinnt auch Lauf 2.
Denis hält sich die gesamte Renndistanz straffrei und kommt als Zweiter ins Ziel — das einzige Mal an diesem Abend, dass der BMW M4 aufs Podium klettert. Michael bleibt auf Rang 3, auch wegen seiner Strafe in Runde 69 ohne echte Chance auf mehr.



Markus dominiert den DTM-Abend mit zwei überzeugenden Siegen. In Lauf 1 profitiert er von der Fehlervermeidung — keine einzige Strafe. In Lauf 2 gewinnt er das Rennen von der letzten Startposition aus, was seinen Rhythmus und seine Konstanz eindrucksvoll unterstreicht. Denis zeigt mit zwei straffreien Rennen ebenfalls eine reife Leistung. Michael hat das Tempo, muss aber die Abflüge und damit die Strafen in den Griff bekommen.

Markus setzt in Lauf 2 mit 9,753 s auch die schnellste Runde des gesamten Abends — erneut gefolgt von Michael (9,824 s) und Denis (9,897 s). Alle drei kommen dabei erstmals gemeinsam in einem Rennen unter die 9,9-Sekunden-Marke, was auf ein gleichmäßig hohes Renntempo hindeutet.



Das führt zu folgendem Stand in der DTM:



Zu guter letzt wurden mir noch Stimmen der Fahrer zum Rennabend zugespielt. Ob sie das wirklich so gesagt haben?

Markus (Doppelsieger DTM):
"Das war ein richtig guter Abend. Im Qualifying war die Pace schon da, und im ersten Rennen hat sich das dann bestätigt — ich konnte vorne fahren und musste mir keine großen Sorgen machen. Lauf 2 war dann noch mehr Spaß: von hinten starten, sich nach vorne arbeiten, und am Ende trotzdem gewinnen. Die Strafe zwischendurch war ärgerlich, aber sie hat nichts am Ergebnis geändert. Wenn der Lamborghini so läuft, macht das Rennen fahren einfach Spass."

Denis (P3/P2 DTM, P1 BEO-Cup SLS):
"Im SLS-Rennen war das für mich das Highlight des Abends — den Sieg in letzter Sekunde zu holen, das war unfassbar eng. In der DTM war ich dagegen eher der Solide: straffrei, konstant, aber gegen einen Markus in dieser Form fehlt einfach das letzte Zehntel. In Lauf 2 hat mir die Pole natürlich geholfen, und Platz 2 zu halten war dann das Ziel. Alles in allem ein guter Abend, auch wenn Markus den klar dominiert hat."

Michael (P2/P3 DTM, P2 BEO-Cup SLS):
"Im SLS-Rennen war ich bis zum letzten Moment überzeugt, dass ich gewinne — und dann hat Denis noch mal zugeschlagen. Das hat ein bisschen wehgetan. In der DTM hatte ich in Lauf 1 richtig gutes Speed, aber die Strafen haben mich teuer zu stehen gekommen. Lauf 2 lief dann besser, außer der einen Strafe, aber Markus war heute einfach nicht zu schlagen. Nächstes Mal brauche ich weniger Ausrutscher."